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Mezereum
Daphne Mezereum Kellerhals, Seidelbast
Beschreibung:
Ein kleiner, selten mehr als einen Meter hoch werdender Strauch, dessen Wurzel rothbraun ist, seine Zweige sind ruthenförmig, ziemlich dick, graubraun berindet, nach der Spitze zu rauh, das Holz ist hellgelb. Die eiförmigen Knospen, von ziegeldachigen braunen Deckschuppen umgeben, entwickeln sich im Frühjahr. Die zerstreut stehenden einjährigen Blätter sind verkehrt-länglich oder breitlanzettlich, etwas zugespitzt, in den kurzen Blattstiel verschmälert, ganzrandig, netzadrig, kahl, 5 bis 8 Centimeter lang und 1 bis 2 Centimeter breit, häutig, hellgrün, unterseits fast meergrün, nach der Blüthezeit an den Zweigenden büschelig zusammengedrängt.

Die vor den Blättern erscheinenden Blüthen sind sitzend, seitenständig, zu zweien oder dreien vereinigt, an den vorjährigen Zweigen unterbrochenen Aehren darstellend, wohlriechend. Das Perigon trägt am Grunde eirunde braune Deckschuppen, es ist unterständig, tellerförmig, die ziemlich lange walzige Röhre ist auswendig angedrückt flaumhaarig, der ausgebreitete Saum vierlappig, kahl, mit eirunden, zugespizuen Lappen, die Farbe ist ein zartes Roth; die acht Staubgefässe stehen in zwei Reihen, die vier äusseren im Schlunde den Zipfeln des Perigons gegenüber, die vier inneren in der Mitte der Röhre mit jenen wechselnd, die nur in ihrem obersten Theile freien Fäden sind kurz, die orangerothen Kölbchen herzförmig; de n r freie einfächerige Fruchtknoten von beträchtlicher Länge trägt einen sehr kurzen Griffel mit kreisförmiger warziger Narbe. Die Frucht ist eine sitzende, rundlich-eiförmige, saftige, rothe, einsamige Beere, der blassbraune Samen ist hart, zugespitzt-eiförmig.
Verbreitung:
Diese äusserst giftige, im März und April blühende Pflanze wächst in schattigen Bergwäldern durch das mittlere und nördliche Europa und in Nordasien.
Verwendung in der Homöopathie
Erstprüfung:
Hahnemann, S. Fragmenta de viribus medicamentorum positivis in sano corpore humano observatis. Pars Prima. Lipsiae 1805, S. 179-184.
Stapf, E. Kellerhals (Daphne Mezereum, Seidelbastrinde). ACS 4(1825), 2, 119-172.
Verwendete Ausgangsstoffe:
Pulveris corticis tinctura [Hahnemann, S. Fragmenta de viribus medicamentorum positivis in sano corpore humano observatis. Pars Prima. Lipsiae 1805, S. 179.]
Teils die Tinctur der sorgfältig getrockneten Rinde, größtenteils der aus frischen, im ersten Frühling während des Aufblühens gesammelten Rinde gepreßte mit gleichen Teilen Alkohol vermischt Saft [Stapf, E. Kellerhals. ACS 4(1825), 2, 120.]
Wirkungsdauer:
7 Tage nach größeren Gaben Pulveris corticis tinctura
[Hahnemann, S. Fragmenta de viribus medicamentorum positivis in sano
corpore humano observatis. Pars Prima. Lipsiae 1805, S. 179.]
- 6-7 Wochen [Stapf, E. Kellerhals. ACS 4(1825), 2, 122.]
Weitere Informationen unter:
www.gypser-verlag.de
Bilder- und Literaturverzeichnis:
Gypser, K.-H. (Hrsg.) Materia Medica Revisa Homoeopathiae Mezereum /
verfasst von Ewa Kowzan. Glees, 2009, S. 5
Hamilton, E. The Flora Homoeopathica; or Illustrations and Description of the Medicinal Plants
used as Homoeopathic remedies. London 1852, Abb. Tafel ??
Villers, A. v. und F. v. Thümen. Die Pflanzen des homöopathischen Arzneischatzes. Band I.
Dresden 1893, S. 149-150.
Villers, A. v. und F. v. Thümen. Die Pflanzen des homöopathischen Arzneischatzes.
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